Politik ist keine Frauensache. Oder? Aus Frauenperspektive gestalten!
Frauen sind in Parlamenten und damit in politischen Entscheidungsprozessen immer noch deutlich unterrepräsentiert.
Großes Interesse fand ein Themenabend mit Podiumsdiskussion zur politischen Teilhabe von Frauen, zu dem der Zonta Club Würzburg Electra eingeladen hatte. Zahlreiche nutzten die Gelegenheit zum Austausch über Chancen, Hürden und notwendige strukturelle Veränderungen. Organisiert wurde die Veranstaltung von unserem AK „ Advocacy“ unter der Leitung von Annette Barreca und Sabine Blum-Pfingstl.
Nach der Begrüßung durch die Moderatorin PD Dr. E. Jentschke eröffneten zwei Impulsvorträge den Abend. Nicole Jerusalem, Rechtsanwältin und Kommunalpolitikerin, schilderte praxisnah die Herausforderungen politischen Engagements auf kommunaler Ebene. Die Politikwissenschaftlerin Dr. B. Vielhaber ordnete diese Erfahrungen wissenschaftlich ein und unterlegte sie mit aktuellen Daten zur Repräsentanz von Frauen in der Politik.
In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Eva von Vietinghoff-Scheel, Sozialreferentin der Stadt Würzburg, Rosa Behon, Kreisrätin des Landkreises Würzburg, sowie Patrick Friedl, Mitglied des Bayerischen Landtags. Deutlich wurde dabei, wie unterschiedlich politische Rahmenbedingungen auf kommunaler, regionaler und Landesebene wirken – und wo zugleich konkrete Stellschrauben für mehr Gleichstellung liegen. Themen waren unter anderem strukturelle Barrieren, parteiinterne Verantwortung, Vereinbarkeit von Mandat und Privatleben sowie die Bedeutung von Vorbildern und Netzwerken.
Der Abend war zugleich dem Andenken an die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gewidmet, deren Einsatz für Gleichstellung und Parität die Diskussion inhaltlich rahmte.
In der offenen Diskussion mit dem Publikum zeigte sich ein breiter Konsens: Politische Teilhabe von Frauen ist keine Randfrage, sondern ein entscheidender Faktor für eine lebendige und gerechte Demokratie – und sie braucht kontinuierliches Engagement, auf lokaler wie auf gesellschaftlicher Ebene.
Ein herzliches Dankeschön an Organisatoren, Referenten und das ZAM - Zentrum für Altersmedizin, dass die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.



